Blanche Fabri

Die tatsächliche Hybridisierung der Bildung – warum sich Lernangebote im digitalen Wandel neu erfinden müssen

Ein Grundsatztext von Jöran Muuß-Merholz

Die Coronakrise wirkte als Katalysator für einen Digitalisierungsschub in allen Bildungsbereichen. Das Lieblingswort im deutschsprachigen Diskurs lautet offenbar: „hybride“ Lehr-Lern-Formen. Die als „hybrid“ bezeichnete Neuordnung von „digital plus analog“ oder „online plus Präsenz“ beschreibt aber nur die Oberfläche. Die tatsächliche Hybridisierung liegt tiefer und steht für einen größeren, grundlegenden Umbruch.

Bild links, vor dem digitalen Wandel: Bildungsangebote sind ordentlich in verschiedene Felder aufgeteilt. Bild rechts, im digitalen Wandel: Die Grenzen zwischen den Feldern sind verwischt, die Felder kuddelmuddelig durcheinander gewachsen, neu verzahnt und verwoben, teilweise schlecht unterscheidbar. (Fotos via Pixabay: links DeltaWorks, rechts blende 12)

Hybride Lehr-Lern-Angebote

Im Diskurs um die zunehmende Bedeutung digitaler Medien beim Lehren und Lernen ist „hybrid“ ein sehr beliebtes Wort. Dahinter verbergen sich unterschiedliche Bedeutungen. Häufig wird „hybrid“ einfach als neuer Begriff für das alte Konzept von blended learning verstanden und bezieht sich auf eine Kombination von Präsenz- und Online-Lernen

In den etwas fortgeschrittenen Diskussionen wird damit auch die Neuausrichtung von synchronen und asynchronen Phasen verbunden. Was können die Lehrenden und Lernenden gut online machen, was gut in Präsenz? Wofür sollen sie gleichzeitig (synchron) arbeiten, wo ist asynchrones Arbeiten sinnvoll?

(Exkurs: Ich vermute, die Beliebtheit des Begriffs „hybrid“ liegt darin begründet, dass man sich auf einen vermeintlichen Kompromiss einigt, nach dem Motto: „Wir vereinen das Beste aus beiden Welten.“ Damit verschiebt man die Auseinandersetzung einfach nur eine Ebene weiter, nämlich auf die Fragen nach der konkreten Ausgestaltung.)

Die tatsächliche Hybridisierung des Lehrens und Lernens

Die Diskussionen um hybride Lehr-Lern-Settings sind nicht falsch. Allerdings beziehen sie sich auf eine Beschreibung der Oberfläche. Schaut man genauer hin, findet man eine Hybridisierung, die aus einem epochalen Wechsel des Leitmediums entspringt und für grundlegende Veränderungen sorgt. Und das geht so:

Der digitale Wandel sorgt für eine Vermischung/Hybridisierung von drei Bereichen, die für Bildungsangebote elementare Kategorien darstellen:

A. Treffen, Veranstaltungen (synchron: gleicher Ort, gleiche Zeit)
B.
Materialien, Publikationen (asynchron: ungleicher Ort, ungleiche Zeit)
C. Austausch, Netzwerk (eher synchron, häufig „Nebenwirkung“ von A.)

Diese drei Kategorien hatten schon immer miteinander zu tun. Dennoch waren es per default drei unterschiedliche Bereiche, die getrennt gedacht und häufig von unterschiedlichen Akteuren geplant und umgesetzt wurden. Einige Beispiele aus der prä-digitalen Welt:

  • In der Hochschule gibt es die Vorlesung (synchron, Treffen), das Lehrbuch (asynchron, Material) und das Tutorium oder die Mensa (synchron, Austausch). 
  • In der Bildungsarbeit einer Stiftung / Kirche / Gewerkschaft gibt es eine Abteilung „Veranstaltung“, eine Abteilung „Publikationen“ und eine Abteilung „Engagement / Netzwerk“.
  • In der Schule gibt es den Unterricht, das Schulbuch und Gespräche in den Pausen oder am Nachmittag.
  • In der beruflichen Weiterbildung besuchen Arbeitnehmer*innen ein Seminar, lesen ein Buch oder sprechen mit Kolleg*innen.
  • In der non-formalen Bildung schaue ich eine Fernsehsendung, lese Zettel am Schwarzen Brett und bin Mitglied eines Sprach-Stammtischs.

Vermischungen von Veranstaltungen, Materialien und Austausch

Unten folgen einige Beispiele aus der Gegenwart, die mitten drin im digitalen Wandel steckt. In den Beispielen gehen gezielte Konzepte und kuddelmuddelige Praxis kreuz und quer durcheinander – wie in der Realität auch. 

  • In der Hochschule werden Inputs als Video verteilt, die teils synchron, teils asynchron und in 1,5-facher Geschwindigkeit wahrgenommen werden. Ist das eine Veranstaltung oder ein Material? Spätestens, wenn Studierende sich das gesprochene Wort „heimlich“ von einer Diktierfunktion in ein Skript umwandeln lassen, ist die Veranstaltung gleichzeitig ein Material. Und unabhängig davon, ob die Studierenden synchron oder asynchronen einen Vortrag hören oder lesen, können sie sich dazu parallel in einer Messengergruppe austauschen.
  • In der Bildungsarbeit oder Weiterbildung wird die 1,5-tägige Tagung durch eine Online-Themenwoche ersetzt. Inputs und Diskussionsrunden stehen als Video bereit, entweder im Vorfeld oder im Nachgang. Wenn man online den Zugang nicht künstlich einschränkt, erreicht dieses Material mehr Menschen nach Abschluss der Themenwoche als während der Veranstaltung selbst. Zum Austausch gibt es eine Messengergruppe, von der alle am letzten Tag der Themenwoche glauben, dass sie auch in der Zukunft noch sinnvoll wäre. In dieser Gruppe werden auch Materialien geteilt.
  • In der Schule wird in Zeiten von Homeschooling/Distanzlernen das „Unterrichten“ (eigentlich Treffen) in den Modus „Material verteilen“ umgestellt. Gleichzeitig stellt sich die Frage, ob der Austausch untereinander – ob auf dem Schulhof oder im Klassenzimmer – in Präsenz nicht die „heimliche Killer-Applikation“ war, die wir erst jetzt richtig einschätzen.
  • In der non-formalen Bildung schaue ich TikTok-Videos, springe nahtlos zu einem Livevideo und lerne über die Kommentare eine interessante Person kennen.

Wie sieht die neue Vermischung aus?

Die Beispiele zeigen: Hybrides Lehren und Lernen bedeutet, wenn man unter die Oberfläche schaut, dass die traditionellen Grenzen zwischen 1. Treffen/Veranstaltungen, 2. Materialien/Publikationen und 3. Austausch/Netzwerk verwischen. Die drei Bereiche vermischen sich und setzen sich neu zusammen, verweben und verzahnen sich. Die Digitalisierung macht unser Lehren und Lernen kuddelmuddeliger und vielfältiger. Wir können und müssen unsere Formen und Formate neu erfinden.

PS: Jedes Lernen ist hybrides Lernen.

Die Rede von „hybridem Lernen“ oder „blended learning“ ist übrigens ein gutes Beispiel für einen lehrseitigen Blick auf die Dinge. Wenn man die Perspektive der Lernenden einnimmt, wird klar, dass die vermeintlich gut sortierte Ordnung nur oberflächlich ist. Denn: 

  • In jedem Onlinesetting befinden sich alle Beteiligten immer auch an einem physischen Ort.
  • In jedem Präsenzsetting haben die Menschen (fast) immer auch einen Online-Zugang dabei.

Diese Ebenen werden häufig ignoriert oder als Störung wahrgenommen. Das ist vermutlich ein Phänomen des Übergangs: Das Alte funktioniert nicht mehr so richtig, aber das Neue ist noch nicht klar erkennbar. 

Dieses Material wurde in Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) erstellt.

Lizenz

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Urheberinnen dieses Materials: „Jöran Muuß-Merholz / Agentur J&K – Jöran und Konsorten unterstützt durch Bundeszentrale für politische Bildung (bpb)“ | https://selbstlernen.net | Lizenz zu diesem Material: CC BY 4.0

Community Calls: Community-Building, Programmgestaltung und Partizipation zusammen denken

Agile Programmgestaltung durch Community Partizipation – Ein Artikel von Kristin Hirschmann

Community Calls | Jula Henke für J&K – Jöran und Konsorten unterstützt durch Bundeszentrale für politische Bildung (bpb), CC BY 4.0

Community Calls sind ein regelmäßiges Format – online oder in Präsenz, um gemeinsam das Programm einer Veranstaltung zu planen. Dazu kommen Mitglieder aus einer Community mit dem Programmteam der Veranstaltung zusammen und besprechen mögliche inhaltliche Programmpunkte, tauschen sich zu Themen und Schwerpunkten aus und überlegen mögliche Speaker*innen oder Workshopgebende. Dabei ist es unerheblich, ob es sich bei der Veranstaltung um Workshops, Diskussionen, Seminare oder um eine Konferenz handelt. Darüber hinaus geben die Community Calls durch die Vernetzung der Teilnehmenden untereinander einen eigenen Wert für Austausch, Event-Erleben und aktive Teilnahme.

Die Grundidee der Community Calls

Community Calls sind ein tolles Format, das zur Programmgestaltung einer Veranstaltung oder Veranstaltungsreihe durchgeführt werden kann. Die Hauptfunktion der Community Calls ist es der Community die Möglichkeit zu geben, partizipativ das Programm der Veranstaltung mitzugestalten: Die Community Calls bieten so der Community einerseits einen transparenten Prozess der Programmplanung seitens der Organisator*innen, andererseits wird die Community bei Entscheidungen für weitere Programmpunkte einbezogen.

Als Community kann man Menschen bezeichnen, die sich bereits für ein bestimmtes Thema/Format o.ä. interessiert haben und/oder von denen man ausgehen kann, dass sie sich weiter dafür interessieren werden. Dabei sind zwei Punkte von Bedeutung: die Mitglieder einer Community sind durch ein gemeinsames Interesse verbunden und sie möchten Teil eines gemeinsamen Austausch zu diesem Interesse sein. Beispielhaft können das ehemalige Teilnehmende einer Veranstaltung sein, Menschen, die für eine zukünftige Veranstaltung angemeldet sind und wissen, dass sie kommen oder Speaker*innen, die weiterhin ihre Expertise teilen möchten. 

Rahmen und Zeitstruktur

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, wie man Community Calls konkret umsetzen kann:

  1. Die Community Calls sind ein eigenständiges Format innerhalb der Veranstaltungsreihe und werden beispielsweise am Ende oder Anfang eines jeden Monats geplant.
  2. Die Community Calls werden an einem anderen Format der Veranstaltungsreihe angedockt und finden direkt im Anschluss statt, die Teilnehmenden bleiben für ca. eine weitere Stunde zu den Community Calls.

Beide Varianten können auch gemischt werden. Die Häufigkeit der Community Calls kann zudem variieren und hängt von der Länge der gesamten Veranstaltungsreihe ab. Außerdem muss die Verteilung nicht gleichmäßig sein und hängt von der Gesamtkonzeption der Veranstaltung ab. Denkbar ist zum Beispiel eine Häufung am Anfang, um durch regelmäßige Treffen das Community Gefühl zu verstärken und um konkret mit der Programmplanung zu starten. Eine andere Möglichkeit wäre eine Häufung in der zeitlichen Mitte, um die Community in der Detailplanung des Programms zu berücksichtigen. Was auf jeden Fall mitgedacht werden sollte, ist ein Community Call nach allen themenspezifischen Veranstaltungen. Dieser sollte als Evaluation genutzt werden, um abschließende Eindrücke sowie Erfahrungen der Teilnehmen wahrzunehmen, aber auch um Perspektive zu geben, wie die Community Arbeit sowie die Teilnehmenden Partizipation weiterhin aussehen kann. 

Unabhängig davon, ob die Community Calls als eigenständiges oder angedocktes Format geplant werden, sollten sie eine ungefähre Dauer von jeweils 60 Minuten haben. Während der Begrüßung stellt sich das Programmteam mit Namen und Funktion vor, damit die Community weiß, an wen sie sich auch über die Community Calls hinaus wenden können. Auch kann hier durch Musik oder einer visuellen Gestaltung des Online Raumes eine entspannte Online Atmosphäre hergestellt werden, sie auch Ankommen und Eingangsphase bei Online-Veranstaltungen.

Und dann findet der folgende Ablauf statt:

  • Es gibt einen Community Überblick – was passiert gerade in der Community?
  • Es gibt ein Programmupdate seitens der Organisator*innen – was ist der aktuelle Stand des Programms?
  • Es gibt die Programmplanung – wie kann die Community aktiv in der fortlaufenden Programmplanung einbezogen werden?

Das Programmteam sollte sich der Community vorstellen, um für Teilnehmende der Community Calls als Ansprechpersonen erkennbar zu sein. Denkbar ist hier zum Beispiel eine wechselnde Moderation- oder Gastgeberinnen-Rolle. Eine besondere Herausforderung wird darin bestehen, dass die Community Calls sowohl für Teilnehmende, die jedes Mal dabei sind, als auch für Teilnehmende, die nur gelegentlich an einem einzelnen Call dabei sind, funktionieren müssen. Eine sehr klare Struktur, eine regelmäßige „Wir stehen gerade hier“-Einordnung und eine gewisse Redundanz können unterstützen.

 

Start

Dauer

Ende

Programmpunkt

18:00

00:05

18:05

Begrüßung und Teamvorstellung

18:05

00:10

18:15

Community Überblick

18:15

00:10

18:25

Programmupdate

18:25

00:15

18:40

Programmplanung – detailliert

18:40

00:15

18:55

Programmplanung – offen

18:55

00:05

19:00

Abschluss

19:00

00:30

19:30

Offener Ausklang (optional)

Eine mögliche Agenda für einen Community Call.

Community Überblick

Ziel des Community Überblicks ist es, dass sich die Teilnehmenden auch untereinander vernetzen können und dass die Community nicht ausschließlich als Berater*innengremium für die Veranstalter*innen gesehen wird. Hier kann z.B. eine der folgenden Methoden genutzt werden:

  • In einem Speeddating lernen sich die Teilnehmenden untereinander kennen (siehe auch Speeddating als Kennenlern-Methode bei Online-Veranstaltungen).
  • In einer kurzen Vorstellungsrunde nennen Teilnehmende die Organisation, in der sie arbeiten sowie drei kurze Schlagworte, die sie derzeit am besten beschreiben.
  • Mit Blitzlichtern werden Themen, die die Teilnehmenden beschäftigen abgefragt, auch können Teilnehmende erzählen, woran sie gerade arbeiten.
  • In einem Ask Me Anything können Teilnehmende die Fragen stellen, die sie haben oder die noch unklar für sie sind.

Agile Programmplanung

Das Programm der geplanten Veranstaltungsreihe wird zusammen mit der Community in einer agilen Programmplanung gestaltet. Dabei findet eine Dreiteilung statt.

  • ein Drittel des Programms (ganz grob geschätzt) wird schon vorab vom Programmteam kuratiert. 
  • Ein zweites Drittel des Programms steht schon teilweise fest und wird nun mit der Community im Detail geplant. Dafür werden Präferenzabfragen sowie Abstimmungen unter den Teilnehmenden genutzt. Die Vorüberlegungen zu diesen Programmpunkten kommen entweder vom Programmteam selbst oder direkt von den Überlegungen und Antworten des letzten Community Calls. 
  • Das letzte Drittel des Programms findet nun Gestaltung, indem Teilnehmende der Community Calls durch offene Vorschläge potentielle Programmpunkte empfehlen, dies können bspw. Themen, Formate oder mögliche Speaker*innen beinhalten.

Die Programmstruktur der Veranstaltungsreihe wird als Gerüst immer am Anfang des Programmupdates vorgestellt und ggf. nach Diskussionen mit der Community angepasst. Das Gerüst wird dann im Laufe der Vorbereitungen und während der Community Calls immer weiter mit Leben gefüllt, bis schließlich alle Plätze besetzt sind. Nebenbei entsteht so auch ständig ein neuer Kommunikationsanlass, sobald ein neuer Programmpunkt feststeht.

Rückblick, Programm Evaluation

Wenn eine Evaluation der vergangenen Veranstaltungen möglich ist, fasst das Programmteam als Auftakt prägnante Zahlen des vergangenen Monats zusammen. Dieser Schritt ist optional und kann als Schritt 0 gesehen werden. 

  • Wie viele Minuten Veranstaltung gab es insgesamt?
  • Wie viele Teilnehmende haben teilgenommen?
  • Wie viel Programm kam aus der Community?
  • Wie gut kamen die Veranstaltungen an? Was gab es an Rückmeldungen?

Programmupdate

Im ersten Teil der agilen Programmplanung der Community Calls stellt das Programmteam die aktuellen Veranstaltungen vor. Dabei kann darauf eingegangen werden, welche Teile durch das Programmteam und welche durch die Community kuratiert wurden. Zur Visualisierung kann die Programmseite der Veranstaltung genutzt werden.

  • Wann finden die Veranstaltungen statt?
  • Welche Formate wird es geben? Welche Personen sind dabei?
  • Wie kann man als Teilnehmende mitmachen? / Wo kann man sich anmelden?
  • Wo gibt es weitere Informationen dazu?
  • Welche Inhalte kommen davon aus der Community?

Hier haben die Teilnehmenden außerdem die Möglichkeit Nachfragen zu dem vorgestellten Programm zu stellen.

Programmplanung – detailliert

Im zweiten Teil der agilen Programmplanung geben die Teilnehmenden ihre Präferenzen sowie Prioritäten zu potentiellen Formaten, Themen, Speaker*innen etc. ab und konkretisieren dadurch bereits getätigte Vorüberlegungen zum Programm. Umgesetzt werden diese Abfragen u.a. über Skalen oder Fragen mit Einfachauswahl.

Detaillierte Programmplanung: Teilnehmende teilen ihre Programmpräferenz über Mentimeter mit (Screenshot).

Programmplanung – offen

Im dritten Teil der agilen Programmplanung geben die Teilnehmenden offene Ideen und Vorschläge sowie Präferenzen für potentielle Programmpunkte an. Umgesetzt wird dies durch offene Fragen an die Teilnehmenden.

Mögliche Fragen:

  • Über welche Themen möchtest du mehr lernen?
  • Welche Themen sind gerade für deine eigene Arbeit relevant?
  • Wer kann einen guten Input zu aktuellen Themen geben?
  • Welche Formate sollte es geben?
  • Welche Online-Formate funktionieren gut?
  • Wer möchte ein eigenes Format anbieten?
  • Welche Fragen hast du für die (Podiums)Diskussion?
  • Wie können informelle Räume gestaltet werden?
  • Mit wem möchtest du dich vernetzen?


Offene Programmplanung: Teilnehmende geben offene Antworten über Mentimer (Screenshot).

Für den Abschluss des Community Calls kann mit einem Chatgewitter oder #TIL-Storm (today I learnt) noch ein finaler Eindruck von den Teilnehmenden abgefragt werden, siehe auch Methoden beim Online-Lernen – Chat-Gewitter, Emoji-Gewitter, GIF-Gewitter und #TIL-Storm. Zudem kann als Abschluss auf die nächsten themenzentrierte Veranstaltung oder auf den nächsten Community Call hingewiesen werden.

Ein optionaler offener Ausklang kann den Teilnehmenden zudem dazu dienen miteinander ins Gespräch und in den Austausch zu kommen.

Technik und Tools

Die Community Calls können in der Videokonferenz Software der Wahl durchgeführt werden. Die Umfragen und ggf. auch die Präsentation während des Community Calls werden bestenfalls über Umfragetools, wie Mentimeter oder Slido umgesetzt, siehe auch [Artikel zu Umfragetools]. Auch können interaktive Whiteboards für die Community Zusammenarbeit genutzt werden, bei einigen Whiteboards gibt es beispielsweise eine Votingfunktion, siehe auch Kooperatives Online-Lernen, Teil 4 – Workshops mit Miro, Mural oder ConceptBoard. Die Umfragefunktion von Zoom wird nicht empfohlen, da sie keine Fragenvielfalt aufweist und weil Teilnehmende, die über einen Stream zuschauen damit ausgeschlossen wären. Das jeweils genutzte Tool kann auch gleich als Dokumentations-Tool dienen. Wichtig bei der Erstellung der Fragen sind die unterschiedlichen Antwortmöglichkeiten, damit die Teilnehmenden sowohl ihre Präferenzen zur Detailplanung ausdrücken, als auch offene Vorschläge einreichen können. Auch sollte es eine klare Struktur der Umfrage geben.

Dieses Material wurde in Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) erstellt.

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Urheberinnen dieses Materials: „Kristin Hirschmann / Agentur J&K – Jöran und Konsorten unterstützt durch Bundeszentrale für politische Bildung (bpb)“ | https://selbstlernen.net | Lizenz zu diesem Material: CC BY 4.0

gather.town – eine virtuelle Arbeitsumgebung für Bildungsveranstaltungen

Ein Artikel von Phuong Nguyen

Screenshot von der Veranstaltung #L21camp in Gather.town

Wie sieht gather.town aus?

Gather.town ist ein Tool für virtuelle Begegnungen, beispielsweise für Veranstaltungen oder Besprechungen. Bei gather.town bewegt man sich auf einer zweidimensionale Fläche, man sieht sich immer von einer Vogelperspektive. Das Besondere an dem Tool ist das Design. Im Gegensatz zu anderen, meist schlichten virtuellen Plattformen bewegt man sich bei gather.town in einem Retrodesign, dass an Videospiele der Achtziger Jahre erinnert. Jede Person wird durch einen Avatar (pixelig-anmutende Figur) verkörpert. Dieser Avatar lässt sich mit der Maus oder Pfeiltasten bewegen – wie in einem Videospiel.

Die Umgebung, durch die sich die Avatare bewegen wird „Space“ genannt. Es gibt zahlreiche Vorlage für die Räume sowie die Möglichkeit, einen „Space“ anzupassen oder selber zu entwerfen (dazu unten mehr). Die Benutzeroberfläche ist zur Zeit nur auf Englisch verfügbar.

Laut eigener Aussage kann gather.town derzeit keine Daten in der EU oder in Deutschland speichern und somit nicht die volle Konformität für GDPR erfüllen. Die Plattform ist jedoch bereit, eine Datenverarbeitungsvereinbarung zu unterzeichnen, in der die technischen und organisatorischen Maßnahmen zum Schutz der Daten detailliert beschrieben sind und die es ermöglicht Daten im Rahmen von Standardvertragsklauseln konform in die USA zu übertragen.

Vorsichtige Teilnehmende können das Tool anonym nutzen, wenn sie einen Pseudonym nutzen und ihre Kamera ausschalten.

Gather kann auf jedem Computer (Laptop oder Desktop), unter jedem Betriebssystem (Windows, Mac OS, Linux) und mit einem der unterstützten Webbrowser (Google Chrome, Firefox und Safari) verwendet werden. Die Safari-Version befindet sich derzeit in der Beta-Phase (Stand: Juni 2021). Man kann auch auf einem mobilen Gerät mit einem der genannten Browser auf Gather zugreifen, allerdings befindet sich die mobile Anwendung ebenfalls in der Beta-Phase und hat eine extrem eingeschränkte Funktionalität. Das Nutzungserlebnis hängt von der Gesamtzahl der verbundenen Videostreams ab, je mehr Videos verbunden sind, desto langsamer wird die Plattform. Die Anzahl der verbundenen Videostreams hängt von der Anzahl der Teilnehmenden ab, mit denen man aktiv per Video spricht.

Gather.town eignet sich für Nutzer*innen mit durchschnittlicher bis hoher technischer Affinität. Hat man Einsteiger*innen als Zielgruppe, empfiehlt sich eine gemeinsame Erkundungs- und Erklärtour im Vorfeld der Veranstaltung oder des Workshops.

Selbstlernen.net-Screencast zu gather.town:

So funktioniert das Tool

Um einen „Space“ beizutreten, braucht man einen Einladungslink und (falls vorab festgelegt) ein Passwort. Beim Betreten fragt der Browser nach dem Kamera- und Mikrofonzugriff. Hier hat man auch die Möglichkeit seinen Avatar zu individualisieren.

Willkommen bei gather.town

Am Start gibt es ein Tutorial indem erklärt wird wie man sich bewegen, stummschalten und mit anderen Objekten interagieren kann. Zum Bewegen kann man einen Doppelklick auf sein Ziel machen oder mit den Pfeiltasten (oder W, A, S, D auf der Tastatur) navigieren.

Tutorial für Neueinsteiger*innen

Nach dem Tutorial gelangt man in die Umgebung. Es gibt einen Eingangspunkt (sog. „spawn tiles“) für alle ankommenden Teilnehmenden. Wo sich dieser Ort im Raum befindet, können die Raumersteller*innen festlegen.

Der Avatar befindet sich beim Eingangspunkt

Wenn die Teilnehmenden einander näherkommen, öffnet sich ein Panel am oberen Bildschirmrand mit den Videobildern der Personen. Sie können sich nun unterhalten. Laufen sie wieder weiter voneinander weg, werden das Videobild und der Ton abgeschwächt bis sie komplett verschwinden.

Am linken Bildschirmrand findet man eine Funktionsleiste. Hier kann man die Einstellungen öffnen, die Objekte des Raums anpassen (wenn es von Administrator*innen erlaubt wird), kommende Veranstaltungen sehen, das Chatfenster sowie die Teilnehmendenliste öffnen.

Teilnehmende haben miteinander verschiedene Interaktionsmöglichkeiten.
Dazu klickt man auf den Namen der gewünschten Person.
Man kann einer anderen Person …
eine Freundschaftsanfrage schicken.
eine private Nachricht schreiben.
folgen („follow“). Dann läuft der eigene Avatar der ausgewählten Person hinterher.
oder sich den Standort der Person auf der Karte anzeigen lassen („locate on map“)

Am unteren Bildschirmrand befindet sich ein Panel mit weiteren Funktionen. Beim Klick auf den Avatar kann dieser angepasst werden. Beim Klick auf den eigenen Namen kommt ein Menü mit den Audio- und Videoeinstellungen. Hier kann auch der stille Modus aktiviert werden, bei dem man nur die Menschen in der unmittelbaren Nähe hört. Außerdem gibt es in diesem Menü die Möglichkeit, zurück zum Eingangspunkt zu kehren oder sich auszuloggen. Beim Klick auf das Symbol mit der Landkarte öffnet sich der Grundriss von dem „Space“. Beim Klick auf den Monitor wird eine Bildschirmfreigabe gestartet. Und beim Klick auf den Smiley, können Emojis ausgewählt werden die über den Avatar als Sprechblase auftauchen.

Unten rechts im Bildschirm wird das eigene Bild angezeigt. Beim Klick auf dieses Fenster öffnet sich der Videochat im Vollbildschirmmodus.

Die Fläche in gather.town werden oft als Räume dargestellt. Wie in der physischen Welt gibt es in Räumen nicht nur Menschen, sondern auch Möbel, Dekorationen und andere Objekte. Ein Objekt kann rein dekorativ sein oder mit einer Interaktion verbunden werden. Wenn ein Objekt interaktiv ist, leuchtet es auf, wenn man ihm nahekommt. Um die Interaktion auszulösen, muss man auf die Taste „x“ drücken. Als Raumersteller*in kann man hier grundsätzlich alles Mögliche einbinden, unter anderem eine Webseite, ein kollaboratives Dokument, ein Video, ein digitales Whiteboard, ein Online-Spiel oder auch einen Einladungslink zum Meeting auf einer anderen Plattform.
Wie bei wonder.me oder SpatialChat gibt es bei gather.town auch ein räumliches Klangerlebnis, das heißt eine Person wird lauter, je näher man bei ihr steht und umgekehrt. Es kann auch Bereiche im Raum geben, in denen sich die Teilnehmenden unabhängig von der Entfernung sehen und hören können. Diese Bereiche sind „Private Spaces“ sowie „Private Areas“. Nur die Teilnehmenden im selben privaten Bereich können einander sehen oder hören. Diese Bereiche eignen sich als Einzelgespräche, Workshops oder Messestand. Wenn man sich in einem privaten Bereich befindet, wird der Rest des Raums verdunkelt.
In einem „Space“ kann es Kacheln für Durchsage geben (sog. „spotlight square“). Wenn man auf einer solchen Kachel steht, wird man für andere Menschen im Raum seh- und hörbar. Die Spotlight-Funktion ist auf die ersten 100 Teilnehmenden in einem Raum beschränkt. Für Präsentationen mit mehr als 100 Zuschauer*innen empfiehlt gather.town, einen Live-Stream zu erstellen und den Live-Stream in ein Videoobjekt einzubetten.

 

Ein Preismodell für jedes Budget

Gather.town bietet ein flexibles Preismodell an. Die Preise werden abhängig von der Kapazität des Spaces, der Dauer der Nutzung und der Anzahl der Objekte berechnet. Die Kapazität eines Raums ist die Grenze für die Anzahl der gleichzeitigen Teilnehmer, die zu einem bestimmten Zeitpunkt online sind.

Der kostenlose Plan ist auf 25 Teilnehmende begrenzt. Wenn man mehr als 25 Teilnehmer erwartet oder spontan mehr Teilnehmende hinzuzufügen möchte, muss man einen kostenpflichtiges Plan wählen. Wenn die Veranstaltung bereits begonnen hat und man einen „Free Space“ auf einen „Premium Space“ upgradet, werden die Gäste möglicherweise auf verschiedene Server geschickt und können nicht miteinander interagieren. Nach der Veranstaltung oder dem Ende eines Abonnements wird der Space zurück auf dem „Free Server“ verschoben.

Ein ausführlicher Vergleich zwischen den Preisstufen kann man auf der Website von gather.town finden.

Einsatzmöglichkeiten

Da gather.town gewöhnungsbedürftig ist und die Benutzeroberfläche nur auf Englisch ist, sollen sich Organisatoren*innen gut überlegen, ob es für ihre Nutzung passend wäre. Für ein Publikum mit vorwiegend Neueinsteiger*innen könnte es vor der Veranstaltung eine gemeinsame Erkundungstour geben.

Gather.town bietet 71 Vorlagen für Besprechungsräume, Bibliotheke, Parks, Aula, Klassenräume, Schulen sowie Konferenzräume aller Größe an. Mit dem „Mapmaker“ kann man einen eigenen Grundriss entwerfen und sogar einem realen Ort nachbauen, z. B. die eigene Schule oder das eigene Büro. Allerdings ist die Erstellung eines Raums ohne Vorlage etwas anspruchsvoll.

Gather.town eignet sich gut für Workshops und Seminare oder als Treffpunkt für Besprechungen. Es lassen sich damit auch komplette Veranstaltungen durchführen. Entweder als geschlossene Umgebung oder mit Erweiterungen wie zum Beispiel mit einem Übergang zu einem anderen Videokonferenz-Tool. Dank der Einbettungs-Möglichkeit erlaubt es den Teilnehmenden, viele Aktivitäten oder Aufgaben gemeinsam durchzuführen. Es kann Bereiche geben, wo sich die Teilnehmenden zum Austausch treffen, zur Gruppenarbeit, zum Onlinespielen oder um an kollaborativen Dokumenten wie Etherpads oder Google Docs zu arbeiten ohne dass sie gather.town verlassen müssen.

Für Orientierung und Struktur, kann der Boden mit Hinweisen beschriftet werden und auch der Einsatz von Infoposten sind hilfreich.

Hier werden die Eingänge zu den Klassenräumen beschriftet. Sobald der Avatar durch eine Tür geht, wird er zu einem anderen virtuellen Raum geschickt.
Beispiel von einem eingebetteten digitalen Whiteboard.
Beispiel von einem Klassenraum. Die Arbeitsgruppen werden von 1-6 nummeriert und als „Private Space“ angelegt, damit nur die Menschen in derselben Gruppe einander sehen und hören können. Die Lehrer*innen können entweder durch die Gegend laufen, oder auf der entsprechenden nummerierten Kachel neben ihrem Arbeitstisch stehen, um an dem Gespräch teilzunehmen.
Beispiel für ein Plenum. Alle Teilnehmenden können sich einen Platz aussuchen und die Folien sehen, in dem sie mit dem gelb beleuchtenden Objekt interagieren (auf „x“ drücken). Die vortragende Person steht oben rechts auf der Spotlight-Kachel und ist für alle seh- und hörbar.

Dieses Material wurde in Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) erstellt.

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Urheberin dieses Materials: „Phuong Nguyen / Agentur J&K – Jöran und Konsorten unterstützt durch Bundeszentrale für politische Bildung (bpb)“ | https://selbstlernen.net | Lizenz zu diesem Material: CC BY 4.0

#L21camp – Lernen 2021: Bildungsangebote online, hybrid, irl

Das war das #L21camp

Ein Online-Barcamp in Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) und der Agentur J&K.

Das #L21camp ist vorbei, wir bedanken uns bei allen Teilgebenden für diesen wunderbaren Veranstaltungstag. Hier ein paar Keyfacts: Es gab rund 380 Anmeldungen, 5 Workshops und 33 Sessions beim Barcamp.

Zusätzlich zum Veranstaltungstag mit Workshops und Barcamp, gab es das Vorabendprogramm Get-together-in-gather.town. Neben Newbie-Session und Technik-Check konnte dort Internetquatsch gemeinsamen ausprobiert und sich dabei vernetzt werden.

Die Workshops

  • „Methode Breakout” – Online-Arbeiten und -Lernen in Gruppen (Julia Zwick)
  • Soziale Videokonferenzen – Rundgang durch wonder.me, gather.town, spatial.chat (Kristin Hirschmann, Phuong Nguyen)
  • Online-Whiteboards – Workshops kollaborativ und interaktiv gestalten (Klara Lindner)
  • Fight the Fatigue! – Methoden für Energizing und Aktivierung von Gruppen beim Online-Lernen (Blanche Fabri)
  • HowTo Barcamp – wie man Barcamps online umsetzen kann (Kristin Narr)
 

Sessions beim Barcamp

Das Sessionangebot war vielfältig. Es gab beispielsweise Sessions zum Thema Online hat große Vorteile für Lernende (Karlheinz Pape), Asynchrones Lernen gestalten! (Nele Hirsch), Jetzt schnell Zoom vergessen! Oder: was bleibt nach dem Zwang zu digitalem Lernen? (Sonja Borski), Empowerment of Learners in der universitären Lehrer:innenbildung (Matthias Kostrzewa), Gutes E-learning und Blended Learning in der politischen Bildung (Ann Rogalski) oder Plattformen für Online-Veranstaltungen – eierlegende Wollmilchsau oder Flickwerk? (Jöran Muuß-Merholz).

Dokumentation

Hier findet sich die Dokumentation zu den Sessions und den Workshops.
 

Worum ging es?

Bildungsveranstaltungen aller Art wurden und werden 2021 kräftig durcheinander gewirbelt. Durch die Corona-Situation beschleunigt, gibt es vielfältige neue Verbindungen von digitalen und analogen Medien, Online- und Präsenzangeboten, synchronen und asynchronen Arbeitsformen. Was davon wollen wir auch nach Corona behalten, weiterentwickeln, ausbauen?

Die Veranstaltung „Lernen 2021 – Bildungsangebote online, hybrid, irl“ verbindet Fragen, Erfahrungen, Know-How und Materialien rund um solche Bildungsangebote – online, hybrid, in real life. In fünf Workshops werden Materialien und Anleitungen vorgestellt und erprobt, die von der Agentur J&K und der bpb in Kooperation entwickelt wurden. Im anschließenden Barcamp-Teil ging es um den Austausch zu eigenen Fragen und Erfahrungen.

Eingeladen waren alle Menschen, die für die Gestaltung von Bildungsangeboten zuständig sind, in der politischen Bildungsarbeit, in der Fort- und Weiterbildung, in der Schule und in allen anderen Bildungsbereichen.

Veranstaltungsarchiv

Dienstag, 29. Juni 2021
#L21camp-Get together in GatherTown

Technik-Check, Newbie-Session und viele bunte interaktive Gruppen-Aktivitäten

20:15 Uhr: Offenes Ankommen
20:15 Uhr: Offener Technik-Check (bis 21:00 Uhr)
20:30 Uhr: Begrüßung & Beginn der Gruppen-Aktivitäten
21:00 Uhr: Session: Was ist ein Barcamp?
22:00 Uhr: Ausklang

Mittwoch, 30. Juni 2021

09:00 Uhr: Offenes Ankommen
09:15 Uhr: Begrüßung, Kennenlernen, Warm Up
10:00 Uhr: Parallele Workshops
11:30 Uhr: Pause
11:45 Uhr: Einführung ins Barcamp, Sessionplanung
12:15 Uhr: Mittagspause
13:00 Uhr: Block 1: Sessionvorstellung
13:10 Uhr: Block 1: Sessions
13:50 Uhr: Pause
14:00 Uhr: Block 2: Sessionvorstellung
14:10 Uhr: Block 2: Sessionvorstellung
14:50 Uhr: Pause
15:00 Uhr: Block 3: Sessions
15:10 Uhr: Block 3: Sessionvorstellung
15:50 Uhr: Abschlussplenum
16:00 Uhr: Ende

  • „Methode Breakout” – Online-Arbeiten und -Lernen in Gruppen
  • AUSGEBUCHT Soziale Videokonferenzen – Rundgang durch wonder.me, gather.town, spatial.chat
  • Online-Whiteboards – Workshops kollaborativ und interaktiv gestalten
  • AUSGEBUCHT Fight the Fatigue! – Methoden für Energizing und Aktivierung von Gruppen beim Online-Lernen
  • HowTo Barcamp – wie man Barcamps online umsetzen kann

Der Sessionplan gibt einen Überblick über die bereits eingereichten Sessions.

Hier findest Du den Sessionplan mit allen Sessioneinreichungen und weitere Informationen.

Deine Session kannst Du via Online-Formular einreichen.

Das#L21camp ist keine Konferenz, sondern eine Unkonferenz. Das heißt: Jede*r kann die eigenen Fragen, Erfahrungen, Positionen und Ideen einbringen. Wir alle sind Expert*innen unserer eigenen Praxis (und Theorie). Wir können voneinander und miteinander lernen. Wir nutzen die Methode Barcamp, bei der das Programm gemeinsam gestaltet wird. Jede*r kann seine Themen und Fragen in einer Session anbieten, von denen dann im Stundentakt mehrere parallel stattfinden und spontan vor Ort ausgewählt werden. Die Teilnehmenden werden zu Teilgebenden.

Wir freuen uns auf einen regen Austausch und wollen voneinander lernen, miteinander diskutieren und uns vernetzen. Damit dies gut gelingt, gelten im Rahmen des #L21camp folgende Diskussionsregeln: Beiträge, die Beleidigungen, Obszönitäten, persönliche Angriffe, rassistische, antisemitische, homophobe oder sexistische Äußerungen enthalten, werden von uns gelöscht und/oder an die jeweiligen Plattformbetreiber gemeldet, außerdem werden die Verfasserinnen oder Verfasser von uns blockiert. Gleiches gilt für Beiträge, die in vulgärer, missbräuchlicher oder hasserfüllter Sprache verfasst sind oder das Recht Dritter sowie Urheberrechte verletzen.

Auch die Nutzung der Kommunikationskanäle als Werbeflächen für kommerzielle Webseiten und Dienste oder das Anbieten von Waren und Dienstleistungen sind nicht gestattet. Wir übernehmen keine Verantwortung für die Beiträge der Nutzerinnen und Nutzer, diese liegt bei der jeweiligen Person selbst. 

⬤ Die 10 wichtigsten FAQ zum #L21camp

 

⬤ Antworten zum Allgemeinen

Wo und wann findet die Veranstaltung statt?
Das Barcamp Lernen 2021 (#L21camp) findet am 30. Juni 2021 in der Zeit von 9 bis 16 Uhr online statt. Außerdem gibt es am Vorabend ein Abendprogramm ab 20:15 Uhr.

Für wen ist das #L21camp gedacht?
Eingeladen sind alle Menschen, die für die Gestaltung von Bildungsangeboten zuständig sind, in der politischen Bildungsarbeit, in der Fort- und Weiterbildung, in der Schule und in allen anderen Bildungsbereichen.

Muss ich etwas bei der Anmeldung beachten?
Anmelden kannst Du Dich über dieses Online-Formular. Hier meldest Du Dich auch für einen Workshop an.

Wie kann ich mich gut auf das #L21camp vorbereiten?
Wir haben ein Technik-Briefing erstellt, in dem alle wichtigen Punkte und Funktionen aufgeführt werden.

Ich habe spezielle Bedürfnisse, an wen kann ich mich wenden?
Das Team Barcamp Lernen 2021 hilft Dir gerne und beantwortet dir Fragen. Du erreichst es per telegram @Team#L21camp oder E-Mail: kontakt@selbstlernen.net.

An wen kann ich mich bei Fragen und Problemen wenden?
Das Team Barcamp Lernen 2021 antwortet gerne! Du erreichst es per telegram @Team#L21camp, E-Mail an kontakt@selbstlernen.net oder telefonisch unter +49 40 75 666 180.

⬤ Antworten zur Technik

Wie erhalte ich den Zugang zur Veranstaltung?
Die Links zu der Veranstaltungsplattform mit dem Plenum und den Sessionräumen veröffentlichen wir am Veranstaltungstag im Sessionplan.

Welche Technik kommt zum Einsatz?
Wir nutzen das Videokonferenztool ZOOM, das sich durch Nutzerfreundlichkeit und Zuverlässigkeit auch bei größeren Teilnehmerzahlen bewährt hat.
Es gibt drei Varianten wie Du teilnehmen kannst:

  • Via Browser (Empfehlung: Chrome) auf dem Rechner
  • Via App auf dem Tablet oder Smartphone
  • Via ZOOM Software auf dem Rechner

Das Gerät, mit dem Du teilnimmst, sollte über eine Kamera sowie ein Mikrofon verfügen, damit Du Dich an den Sessions beteiligen kannst.

Wenn Du via ZOOM-Software oder via App auf Deinem Tablet oder Smartphone teilnehmen möchtest, installiere bitte nach dem Klick auf dem Session-Link die entsprechende Application. Du wirst dann durch den Installationsprozess der Software geführt.

Wenn Du einfach via Browser beim Barcamp teilnehmen möchtest, musst Du nur den Installationsprozess der Software abbrechen und den Zugang via Browser auswählen.

Warum wird ausgerechnet ZOOM verwendet?
Wir nutzen für das Barcamp die Videokonferenz-Plattform Zoom, die sich durch Nutzerfreundlichkeit und Zuverlässigkeit auch bei größeren Teilnehmerzahlen bewährt hat.
Natürlich haben wir die kritische Diskussion um Zoom hinsichtlich Datensicherheit und Datenschutz wahrgenommen. Wir haben uns aus mehreren Gründen dazu entschieden, diesen Videokonferenzdienst dennoch zu nutzen. Zum einen hat das Unternehmen in den letzten Wochen deutlich nachgebessert. So hat Zoom seine Datenschutzrichtlinien aktualisiert und zugesichert, dass die zur Verfügung gestellte Plattform DSGVO-konform ist. Wir nutzen die Möglichkeit europäischer Server-Standorte. Weiterhin hat Zoom auf den AES-256-Bit-GCM-Verschlüsselungsstandard aufgerüstet, der einen verbesserten Schutz der Sitzungsdaten während der Übertragung und einen höheren Widerstand gegen Manipulationen bietet. Dadurch wird die Vertraulichkeit und Integrität der Zoom-Meeting-, Zoom-Video-Webinar- und Zoom-Telefon-Daten gestärkt.

Du kannst ZOOM im Browser nutzen und musst Dich dafür nicht anmelden und auch keine Software installieren. Diejenigen, die von Zoom bereitgestellte Programme nutzen, sollten regelmäßig prüfen, ob Updates zur Verfügung stehen.

Wie kann ich mich auf das #L21camp vorbereiten?
Lies Dir gerne schon vor dem #L21camp dieses Technik-Briefing durch. Es gibt Dir wichtige Infos zu den Funktionen von Zoom und den Voraussetzungen.

Was mache ich bei techn. Problemen?

Technische Probleme kann es immer geben. Wir helfen dir gerne!
Am Veranstaltungstag schwirren unsere Technik-Engel durch die Räume und sind im Technik-Raum Ansprechpartner. Im akuten Notfall, solltest du bspw. nicht auf die Veranstaltungsplattform kommen, erreichst Du sie auch über diese Telefonnummer 040 75666180.
Wenn Du selbst nach dem Fehler suchen möchtest, schaue gerne einmal auf der Seite https://dasfunktioniertnicht.de/ nach. Dort gibt es gute Tipps und Tricks.

⬤ Antworten zum Barcamp

Was ist ein Barcamp? Muss ich etwas beachten?
Ein Barcamp wird auch als (Un-)Konferenz bezeichnet. Das Besondere daran ist: Das Rahmenprogramm steht vorweg, die inhaltlichen Themen werden von den Teilnehmenden gestaltet. Eine gute Erklärung gibt dieses Video.

Was ist bei der Einreichung einer Session zu beachten?
Ab sofort können eigene Sessions eingereicht werden. Ausgangspunkt kann ein Input, eine Frage oder ein Diskussionsbedarf sein – ganz am Interesse der Teilnehmenden orientiert.
Wir bauen daraus einen Zeitplan mit allen Sessions, so dass sich Teilnehmende auswählen können, welche Sessions sie besuchen. Auch am Morgen ist noch eine Last-Minute-Sessionanmeldung möglich. Wir empfehlen die Anmeldung vorab, damit alle frühzeitig ein Bild von den Inhalten bekommen können.
Wir haben ein Formular für Sessionvorschläge eingerichtet, das Du mit Deinem Thema ausfüllen kannst.

⬤ Antworten zu den Austauschgruppen (SIG selbstlernen.net)

Worum geht es in der Austauschgruppe?
Der Austauschort soll dazu dienen, auch über die Veranstaltung hinaus, eine Möglichkeit der Vernetzung und des Austauschs zu den Themen Bildungsveranstaltungen und Bildungsangebote zu bieten.
„SIGs“ steht übrigens für „Special Interest Groups“, also Gruppen mit je einem gemeinsamen Interesse. Die SIG ist eine offene Gruppen im Messenger Telegram.

Wo finde ich den Zugang zur SIG?
Den Zugangslink senden wir Dir in den täglichen Mails, die Du erhältst, sobald Du dich angemeldet hast. Vielen Dank für Dein Verständnis, dass der Link nicht veröffentlicht wird.

Wie kann ich der SIG beitreten?
Du brauchst zunächst die Messenger-App Telegram, die es für Android, iOS und WP sowie zusätzlich für MacOS, Windows und Linux gibt. Es gibt sogar eine Webversion und eine Chrome-App.
Dann rufst Du mit dem Gerät, auf dem Du Telegram installiert hast, die Mail mit den Info zu den Telegram-Gruppe auf. Dort findest du den Link zur SIG. Ein Klick auf den Link „Beitreten“ sollte Dich zur Telegram-App führen.
Ein guter Start in die Gruppe: Schreib’ einen Satz über Dich und Dein Interesse am Thema.

Warum wird Telegram verwendet?
Telegram bietet einen Kompromiss zwischen Komfort bei der Nutzung einerseits und Akzeptanz in Sachen Datenschutz andererseits. Hintergründe zum Dienst finden sich im entsprechenden Wikipedia-Artikel.

Wie ist das mit Einstellungen zur Privatsphäre bei Telegram?
Du kannst in den Einstellungen von Telegram den Punkt „Privatsphäre und Sicherheit“ auswählen. Dort kannst Du auswählen, wer z.B. Deine Telefonnummer, Dein Profilbild oder Deinen „Zuletzt gesehen“-Status sehen kann. Für die SIGs empfehlen wir die Einstellungen, dass Deine Telefonnummer und Dein „Zuletzt gesehen“-Status nur für Deine Kontakte, Dein Profilbild aber für alle sichtbar ist. Deine Bio und Dein Nutzername sind auf jeden Fall sichtbar.