Gute Dokumentation bei Barcamps – Teil 6: KI-Hacks für gute Barcamp-Dokumentation
So können wir uns von künstlicher Intelligenz bei der Dokumentation von Barcamps helfen lassen
Die Entwicklung einer guten Dokumentation, bei einem Barcamp, ist ein Lernprozess und kann deshalb nicht automatisiert werden. Künstliche Intelligenz sollte vor diesem Hintergrund wohlüberlegt eingesetzt werden. Verschiedene Möglichkeiten für einen KI-Einsatz zur Barcamp-Dokumentation, bei denen die gemeinsame Entwicklung und das Lernen der Teilgebenden im Fokus bleibt, stellen wir in diesem Beitrag vor.
Künstliche Intelligenz zur Dokumentation bei Barcamps
Künstliche Intelligenz wird immer besser darin, während der Zusammenarbeit von Menschen die stattfindenden Diskussionen live aufzuzeichnen und anschließend zusammenfassend darzustellen. Es ist darauf aufbauend dann zum Beispiel möglich, über die auf diese Weise generierten Zusammenfassungen mit einem KI-Chatbot zu chatten und sich bestimmte Inhalte oder Verbindungen aufzeigen zu lassen. Zugleich lässt sich feststellen, dass KI-Nutzung in der menschlichen Zusammenarbeit zu Abkürzungen führen kann und der Mensch gegenüber der Maschine in den Hintergrund gedrängt wird. Eine zusätzliche Herausforderung ist, dass sowohl die technologische Entwicklung als auch die Entwicklung einer guten Praxis in der Pädagogik sich im schnellen Wandel befindet. Vor diesem Hintergrund ist die Frage der KI-Nutzung bei der Barcamp-Dokumentation sehr komplex. Es gibt keine eindeutigen und vor allem auch keine abschließenden Antworten. Aus pädagogischer Perspektive scheint es vor allem wichtig, Räume zum Erkunden und zur Reflexion der KI-Nutzung zu schaffen. Ein solcher Raum kann auch die Dokumentation bei Barcamp-Sessions sein. Voraussetzung ist, dass die Nutzung der KI bewusst abgewogen und reflektiert wird.
Grundsätzlich lassen sich zwei Herangehensweisen der KI-unterstützten Dokumentation unterscheiden:
- In der ersten Variante wird von Anfang an die KI mit „an den Tisch gesetzt“ und gemeinsam mit ihr entwickelt und dokumentiert.
- In der zweiten Variante geht es zunächst darum, dass ganz bewusst die Teilgebenden in der Verantwortung der Dokumentation sind. Mit den so entwickelten Inhalten kann dann mit KI-Unterstützung weiter gearbeitet werden.
Beide Herangehensweisen haben ihre Berechtigung. Es geht also nicht um eine richtige oder falsche Nutzung, sondern um die Frage, was für die Beteiligten und den Kontext ihrer Session jeweils am besten passt.
Variante 1: Mit der Maschine entwickeln und vom Menschen ausarbeiten
In der ersten Variante wird davon ausgegangen, dass es immer und von Anfang an hilfreich ist, die KI mit an den Tisch zu holen. Diese Variante bietet sich vor allem für eher inputorientierte Sessions an, in denen der Aufzeichnungscharakter der Dokumentation gegenüber dem Lerncharakter im Vordergrund steht. KI-Unterstützung benötigt in dieser Variante, dass zunächst das Gespräch und/ oder die Impulse in der Session live mit transkribiert werden.
Im Anschluss an eine Session kann dann mithilfe einer KI eine Zusammenfassung generiert werden, die dann zunächst von den Teilgebenden überarbeitet wird und in weiternutzbaren Formaten zur Verfügung steht, so dass Teilgebende und weitere Interessierte damit lernen können. Zum Beispiel könnte man sich aufbauend auf der generierten Zusammenfassung nach Inhalten zu einem bestimmten Thema fragen, mit dem man sich gerade beschäftigt.
Variante 2: Allein mit Menschen entwickeln und mit der Maschine ausarbeiten
KI als Teil der Session
Fazit: KI als Erweiterung - nicht als Ersatz
Alle Artikel dieser Reihe
- Gute Dokumentation bei Barcamps – Teil 1: Grundlagen zur Barcamp-Dokumention
- Gute Dokumentation bei Barcamps – Teil 2: Methoden zur Dokumentation in Barcamp-Sessions
- Gute Dokumentation bei Barcamps – Teil 3: Tool-Auswahl zur Barcamp-Dokumention
- Gute Dokumentation bei Barcamps – Teil 4: Taskforce für gute Dokumentation bei Barcamps
- Gute Dokumentation bei Barcamps – Teil 5: Haptisches und erfahrungsbasiertes Lernen dokumentieren
- Gute Dokumentation bei Barcamps – Teil 6: KI-Hacks für gute Barcamp-Dokumentation
- Gute Dokumentation bei Barcamps – Teil 7: Dokumentation nach dem Barcamp
Lizenz
Urheberin dieses Materials: „Nele Hirsch mit der Agentur J&K – Jöran und Konsorten für das #OERcamp (2025) | https://selbstlernen.net“
Lizenz zu diesem Material: CC BY 4.0 | Finanzierung: gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBFSFJ)
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